Der Anfang
Meine Reise mit Computern begann mit einem 486DX2 und einem 56k-Modem - der Art, bei der man seiner Mutter zurufen musste, sie solle auflegen, bevor man ins Internet konnte. Meine Familie war eine der ersten in der Nachbarschaft mit DSL, und von da an war meine Faszination für Computer und Hardware besiegelt.
Aufgewachsen bin ich als Teil der frühen Internetkultur - Filesharing-Communities, Foren, lernen wie Dinge funktionieren, indem man sie auseinandernimmt. Diese Neugier darüber, wie Systeme hinter den Kulissen funktionieren, hat mich nie verlassen.
Meinen Weg finden
Nach der Realschule versuchte ich, Mediengestalter zu werden, während ich nebenbei als Webdesigner und -entwickler arbeitete, um Geld zu verdienen. Ich habe immer gearbeitet - das liegt mir einfach.
Für das Studium versuchte ich es zunächst mit Sensortechnik an der Hochschule Karlsruhe, aber das war zu sehr auf Energietechnik fokussiert und zu wenig auf Computer. Also wechselte ich zu Medientechnik an der Hochschule Offenburg, was viel besser passte.
Freiberufliche IT-Arbeit
Schon vor dem Studium habe ich IT für kleine Unternehmen gemacht — Webdesign, Büro-Infrastruktur aufbauen, Server warten. Das hat nie aufgehört. Neben allem anderen bin ich seit fast 20 Jahren freiberuflicher IT-Generalist:
- Büro-IT für kleine Unternehmen: Netzwerk, Arbeitsplätze, Backup, laufende Wartung — die komplette Büro-IT eines Kunden liegt bis heute in meiner Hand
- Webentwicklung und Hosting für kleine Unternehmen und Vereine — einige Kunden betreue ich seit über 10 Jahren
- Selbst gehostete Infrastruktur: Nextcloud, WordPress, Mailserver, DNS
- Videoproduktion und WordPress-Shop-Entwicklung in den frühen Jahren
Meine Berufung am ZKM finden
2015 begann ich am ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe - oft als „digitales Bauhaus" bezeichnet und eine der weltweit ersten Institutionen für Medienkunst. Da hat alles geklickt. Hier fand ich den perfekten Spielplatz: Mikrocontroller, Computer in allen Formen und Größen, und die Herausforderung, Tools zu schreiben, um Ausstellungs-Infrastruktur zu steuern und zu warten.
Ich kann alles kombinieren, was ich gelernt habe - von Webentwicklung über Hardware-Basteln bis hin zur Systemadministration - um digitale Kunst in Museumsumgebungen zum Laufen zu bringen.
Aktuelle Arbeit
Heute umfasst meine Arbeit mehrere Bereiche:
- Ausstellungstechnik: Aufbau und Wartung der Systeme, die 500+ Kunstwerke am Laufen halten
- 3D-Druck: Ich habe einen Drucker zu Hause und habe den 3D-Druck am ZKM eingeführt für individuelle Ausstellungssockel, Sensorhalterungen und Adapter
- KI-Implementierung: Aktuell arbeite ich an KI-Tools für ZKM-Mitarbeiter
- Forschung: Schreibe am Katalog für die "Choose Your Filter" Browser-Art-Ausstellung
Über das Museum hinaus
IT für kleine Unternehmen mache ich seit vor dem Studium — und das hat nie aufgehört. Die Museumsarbeit hat eine Ebene an Skalierung und Komplexität hinzugefügt, aber der Kern ist derselbe: das System verstehen, zum Laufen bringen, sicher halten. Sicherheit war immer Teil des Jobs, ob es darum geht, Ausstellungs-PCs in einem öffentlichen Raum abzusichern oder das Netzwerk einer Firma nach einem Vorfall zu prüfen.
- IT-Sicherheitsberatung: Penetrationstests und Sicherheitsanalysen für kleine und mittlere Unternehmen — Begehungen, Netzwerkanalyse und Berichte, die für Geschäftsführer geschrieben sind
- Selbst gehostete Infrastruktur: Betrieb und Wartung von Servern, Nextcloud-Instanzen, DNS-Filterung und Webhosting für langjährige Kunden
- Open Source: Entwicklung von Tools wie boxctl (containerisierte KI-Agent-Umgebungen), FilterDNS (selbst gehostete DNS-Filterung) und Home-Assistant-Integrationen
- Home Automation: Smart-Home-Setups mit Home Assistant, eigene Sensor-Integrationen und Energiemonitoring
Philosophie
Mein Ansatz ist einfach: Was auch immer funktioniert. Manchmal bedeutet das teure LiDAR-Sensoren, manchmal ist es ein Raspberry Pi mit einem Skript, das stündlich Knöpfe drückt. Mir sind zuverlässige Lösungen wichtiger als elegante.
Ich bin Linux-Nutzer (nicht Apple), dem Open-Source-Gedanken verpflichtet, und glaube, dass Lösungen, die funktionieren, mit der Community geteilt werden sollten. Deshalb sind das LiDAR-Tracking-System und andere Tools öffentlich verfügbar.