artwork-autopsy
Analysedienst, der ein undokumentiertes born-digital Werk öffnet und ermittelt, was es ist, was es zum Laufen braucht und wie man es wiederbelebt.
Rolle: Entwickler
Über das Projekt
Eingabe ist ein Zip, ein Disk-Image oder ein loses Bündel Dateien. Heraus kommen zwei Dinge: ein Bericht darüber, was das Werk tatsächlich ist — Einstiegspunkt, Runtime, Betriebssystem, erwartete Netz-Hosts — und eine Anleitung, wie man es wieder zum Laufen bringt.
Es ist die Triage-Stufe vor der vmctl-Werkbank, steht aber für sich allein.
Wie es arbeitet
Zuerst deterministische Sichtung, ganz ohne KI: Dateiformate und Signaturen über siegfried und magika, Director-Casts, QuickTime, Java-Fingerprints, Max-Patches, klassische Mac-Resource-Forks, Einstiegspunkt-Erkennung. Danach greifen die Runtime-Module. Erst zum Schluss fügt ein zuschaltbarer Analyse-Schritt die Spuren zu einem Bild zusammen — und ein zweiter, unabhängiger Durchgang prüft jeden Befund gegen die Quelle zurück.
Wo es unsicher ist, hält es an und fragt, statt zu raten. Der Mensch entscheidet, was Werk und was Stützgerüst ist.
Runtime-Module
Rund einundzwanzig, und es werden mehr — je eines pro Familie dessen, was sich in einer Sammlung findet: Director, Flash, Authorware, Java, QuickTime, VRML/X3D, native Windows-EXE, .NET, Classic Mac und HyperCard, Web/HTML, DOS, Konsolen-ROM, Skript-Interpreter, Max/MSP, ScummVM-Engines, Modern Web, Firefox- und Safari-Erweiterungen, Pulse3D, Unity — plus generischer Fallback. Jedes analysierte Werk erweitert die Sammlung, für alle.
KI ist optional
Der Dienst läuft vollständig deterministisch auch ganz ohne Modell. Der KI-Analyst ist zuschaltbar und „bring your own“ — jeder OpenAI-kompatible Endpunkt. Das war eine bewusste Entscheidung: ein Konservierungswerkzeug sollte nicht voraussetzen, dass man ein Kunstwerk an Dritte schickt, um es benutzen zu können.
Alpha, MIT-Lizenz. Teil der vmctl-Werkzeugkette.