vmctl
Quelloffene Werkzeugkette zum Untersuchen, Wiederbeleben und dauerhaften Ausstellen von born-digital Kunst, ohne das Werk selbst zu verändern.
Rolle: Entwickler
Über das Projekt
Ein softwarebasiertes Kunstwerk kommt als Black Box an. Es läuft, bis das Betriebssystem darunter, das Browser-Plugin darin oder das Netz, mit dem es spricht, nicht mehr existiert. Der Reflex ist dann, das Werk zu reparieren. Das darf man aber nicht.
vmctl ist die Werkzeugkette um den umgekehrten Ansatz, entstanden aus der Restaurierungsarbeit für Choose Your Filter! am ZKM:
- Das Werk nie verändern. Was in der Box ist, bleibt wie es ist. Es ist das Kunstwerk.
- Zuerst verstehen. Analytisch auseinandernehmen, bevor drumherum etwas angefasst wird.
- Die Umgebung darunter neu bauen. Drei Schichten unterhalb des Werks, so rekonstruiert, dass das Original unverändert läuft.
Die Pipeline
Ein unbekanntes Werk durchläuft drei Stufen (verstehen, wiederbeleben, zeigen):
- artwork-autopsy: öffnet die Black Box und liefert Steckbrief und Wiederbelebungsanleitung.
- research-vm-controller: die Werkbank: setzt das Werk in die passende historische Umgebung und belebt es dort wieder.
- exhibition-vm-controller: nimmt das bewiesene Werk entgegen und trägt es selbstheilend durch die Ausstellung.
Stand
exhibition-vm-controller und wayback-cache-proxy sind veröffentlicht. In der Ausstellung trug eine VM-Basis acht Werke über rund sechs Monate durchgehenden Publikumsbetrieb.
MIT-Lizenz. Hub unter vmctl.org, Code unter github.com/zkmkarlsruhe.