Choose Your Filter! — Vom Forschungsprojekt zur Ausstellung
GPN24 — Gulaschprogrammiernacht · ZKM & HfG Karlsruhe
Der längere Bogen, gemeinsam mit Inge Hinterwaldner erzählt: wie aus einem mehrjährigen KIT-Forschungsprojekt zu künstlerischen Webbrowsern — Browser, die über drei Jahrzehnte des World Wide Web als Kunstwerke gebaut wurden — die Ausstellung Choose Your Filter! am ZKM wurde.
Worum es geht
Inge übernimmt die Forschung und die Kunstgeschichte. Ich übernehme die acht Monate vor der Eröffnung: jahrzehntealte, softwarebasierte Werke so zum Laufen zu bringen, dass sie über die gesamte Laufzeit einer Ausstellung autonom funktionieren.
- Jedes Werk dort abholen, wo es steht — hier Flash, dort ein uralter Internet Explorer — und in eine virtuelle Maschine packen.
- Snapshot-Revert als Selbstheilung — ein System, das eine Maschine im Moment des Abdriftens oder Absturzes still auf einen bekannten guten Zustand zurücksetzt (exhibition-vm-controller).
- Das alte Web erreichbar halten — wenn ein Werk auf ein Live-Web angewiesen ist, das nicht mehr antwortet, zeigt man es stattdessen auf einen lokalen Cache des alten Webs (wayback-cache-proxy).
Es ist die Geschichte, warum es diese Werkzeuge gibt — erzählt von der Ausstellungsseite, nicht von der Engineering-Seite. Für das größere „warum Netzkunst überhaupt stirbt” gibt es netart-extinction.